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Seit wir 1983 in der Grabenstraße angefangen haben, war uns eines klar: Echte Inklusion findet nicht nur in geschützten Räumen statt, sondern mitten im Leben. Unsere mobilen Dienste sind heute der Herzschlag dieser Vision. Sie sind keine „Versorgung von der Stange“, sondern punktgenaue Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird – im Alltag, in der Freizeit, in der eigenen Wohnung oder beim nächsten Konzertbesuch.
Die drei Säulen der Selbstbestimmung
In der Steiermark bilden das Behindertengesetz (StBHG) und die Leistungs- und Entgeltverordnung (LEVO) den rechtlichen Rahmen für unsere Arbeit. Doch was heißt das in der Praxis?
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FASS (Freizeitassistenz): Hier geht es um das Recht auf Vergnügen, Sport und Kultur. Ob ein Besuch im Kino, der Marktbummel oder unser beliebter „I’m Free“-Freizeitclub – die Assistenz ermöglicht Teilhabe dort, wo Barrieren sonst den Weg versperren würden.
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FED (Familienentlastungsdienst): Pflege und Begleitung sind oft ein 24-Stunden-Job für Angehörige. Der FED schafft notwendige Pausen und Freiräume, während die betreute Person individuelle Zuwendung und Förderung erfährt.
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WASS (Wohnassistenz): Das eigene Zuhause ist der Inbegriff von Freiheit. Wir unterstützen bei der Haushaltsführung, dem Umgang mit Behörden oder der Alltagsorganisation, damit das selbstständige Wohnen in den eigenen vier Wänden gelingt.
Warum die Brücke anders arbeitet
Was uns seit über vier Jahrzehnten auszeichnet, ist die Verbindung von professioneller sozialer Arbeit und unserem soziokulturellen Ansatz. Für uns ist Assistenz keine bloße Dienstleistung, sondern eine Beziehung auf Augenhöhe. Wir arbeiten ressourcenorientiert: Wir schauen nicht darauf, was fehlt, sondern darauf, was möglich ist.
In der Brücke ist die mobile Assistenz zudem eng mit unserem Offenen Haus und der Kulturarbeit verknüpft. Wer mit einer Freizeitassistenz zu uns kommt, findet keinen sterilen Betreuungsraum vor, sondern ein lebendiges Zentrum mit Café-Atmosphäre, Garten und inklusiven Events wie dem SofaKINO oder dem Murwärtsfestival.
Gemeinsam Ziele erreichen
Jede Unterstützung beginnt bei uns mit einem Gespräch über Wünsche und Ideen. Gemeinsam mit den Nutzer:innen legen wir Zielvereinbarungen fest, die Schritt für Schritt zu mehr Eigenständigkeit führen. Dabei ist uns Transparenz und Schutz ein zentrales Anliegen.
Mobile Dienste sind für uns weit mehr als eine gesetzliche Leistung. Sie sind das Werkzeug, mit dem wir gemeinsam gesellschaftliche, geistige und bauliche Barrieren abbauen.
Du hast Fragen zu den mobilen Diensten oder benötigst Unterstützung bei der Antragstellung? Komm einfach in unserem Infozentrum in der Grabenstraße 39a vorbei – wir beraten dich niederschwellig und vertraulich.